Hausmeister im evang. Gemeindehaus Münsingen, Schillerstr. 27
Robert Manak


In meiner linken, ausgebeulten Jeans-Hosentasche trage ich einen Schlüsselbund, an dem sich viele Schlüssel befinden, mit mir ständig herum. Diese Schlüssel öffnen mir Häuser, Garagen, Räume, Kammern, Schränkchen, Heizräume, Heizkörper und Schaukästen. Mir ist bewusst, dass ich eine große Verantwortung in meiner ausgebeulten Hosentasche trage. Darum lasse ich den Schlüssel nie stecken oder lege ihn irgendwo hin. Sein Platz ist meiner linken Hosentasche.
Dieser Schlüsselbund ist der Zugang zu meinen Aufgabenfeldern. Und dazu gehören für mich vor allem zwei Dinge:

1. Ich sorge für den Erhalt des Gebäudes und des umliegenden Geländes.
Dazu gehört das Reinigen der Böden und Flächen, die sich in solch einem Haus befinden. Seien es die unterschiedlichsten Böden, die Tische, die Fließen im Sanitärbereich, die Wände  und Spiegel, die „Brillen und Schüsseln“ und zum Teil auch die Glasflächen.
Dann beschäftigen mich die unterschiedlichsten Reparaturen, die ich in erster Linie alleine zu beheben versuche: Leimen von Stühlen und anderen Hausgegenständen, streichen von unterschiedlichen Flächen, kleben, spachteln, spaxen, schmieren und ausfüllen von Dingen, die nicht mehr so sind wie sie einmal waren. Weiter programmiere ich die Heizung, warte Geräte und bestelle und betreue Handwerker.
In der Natur bin ich auch oft. Schneide die Hecken, Sträucher oder Bäume, mähe den Rasen und blase das Laub zusammen, reinige Wege und andere Flächen, entferne Unkraut. Und manchmal helfen mir die Kinder vom Kindergarten. Das dauert natürlich, trotz der vielen kleinen Hände, länger, aber das macht nichts. Den Kindern und den Erzieherinnen tut meine Arbeit im Garten gut. Mir natürlich auch. Und im Winter, wenn es mal viel schneit, gibt’s dann viel Schnee zu räumen.
Vielleicht fragen sich manche, die ins Gemeindehaus kommen, ob ich das Gemeindehaus denn auch schmücke und dekoriere? Nein! Das übernimmt ein kleines Frauen-Team. Ich finde, diese Damen machen das super toll. Mein Kompliment!

2. Ich sorge dafür, dass Menschen sich im Gemeindehaus wohlfühlen.
Es sollte dabei, wie gesagt, sauber und ordentlich aufgeräumt sein. Darum mache ich täglich meine Rundgänge durch alle Räume.
Tische und Stühle sollten dann auch so stehen, wie es sich vor allem auswärtige Gruppen wünschen. Wenn Essen und Trinken gewünscht wird, dann steht das auf den Tischen oder an der Seite. Der Getränkeraum ist mir wichtig. Hier können sich alle Gruppen „bedienen“ und das Getrunkene auf einer Liste eintragen.
Mein Motto für die Arbeit im Gemeindehaus lautet: „Mensch vor Materie“. Darum versuche ich den Menschen, die ins Gemeindehaus kommen, freundlich zu begegnen. Und sollte mal etwas zu Bruch gehen, dann ist das nicht schlimm. Es lässt sich regeln.
Bei Vermietungen für Schulen, privaten Feiern, Konzerten oder Vorträgen, zeige ich den interessierten Menschen die kommen, wo sie alles finden, wie im Gemeindehaus was funktioniert, welche Mitbedingungen wir haben, … damit die Veranstaltung gut gelingen kann.
Und im Notfall bin ich auf meinem Handy zu erreichen.

Schriftlich habe ich auch mal gelegentlich etwas zu erstellen: Zusammenstellung der Getränkeliste, Auflistungen von Arbeitseinsätzen, Notierung von Energiedaten, Berichte für den KGR, Listen des Inventars, Bedienungsanleitungen für Spülmaschine, Kaffeeautomat, …

Manchmal darf ich an meiner Arbeitsstätte auch Gast sein. Aber das hält nicht lange, denn irgendwann fehlt das Klopapier, oder die Handtuchrolle ist leer, oder der Beamer wird benötigt, die Spülmaschine funktioniert nicht, oder ein Kabel wird gebraucht, … Aber das macht nichts. Dann helfe ich und bin danach wieder Gast, bis zum nächsten helfen.

Was mich fasziniert ist, dass ich das Gemeindehaus selten auf- und zuschließen muss. Das funktioniert erstaunlicher Weise recht gut, nach dem Motto: „Der letzte macht das Licht aus und schließt ab.“


Wie bin ich erreichbar?
Wie kann das Gemeindehaus besichtigt werden?
In der Regel am Montagmorgen zwischen 8.00 und 11.00 Uhr im Gemeindehaus,
oder über die Nummer meines Diensthandys: 0152 / 03762404.
Dann lässt sich auch ein Termin zur Besichtigung finden.
Sollte jemand das Gemeindehaus mieten wollen,
dann sind Terminabsprache,  Mietvereinbarungen und alles Weitere über das Dekanatamt zu vereinbaren,Tel.-Nr.: 07381 / 2259.


Robert Manak