Mal anders gesehen

Hier finden Sie in lockerer Folge satirisches, aber auch ernst gemeintes von Klaus Peter Neef

 

 

Alle Vögel sind schon wieder da!

 

Über unseren Terrassenzoo habe ich schon Mal berichtet, aber die Ereignisse überschlagen sich und ich muss nachlegen.

Zunächst als grobe Information:

Neben den Hauptprotagonisten Moritz und Rüpel (unsere Hauskater) vertreiben sich tagsüber auch diverse Vögel ihre Freizeit in unserem Garten oder besser gesagt auf unserem „Futterbaum“. Buchfinken, Rotkelchen, Kohlmeisen, Grasmücken, Sperlinge, Amseln, Elstern und zwei Wildtauben haben sich zu einer lockeren Fressgemeinschaft zusammengeschlossen.

Nachts ergänzen ein Igel, fremde Katzen, zwischenzeitlich auch ein Marder und ein Waschbär (Tatsache und Videobelegt!) die Besucherpalette. Allerdings haben unsere Kater die beiden Letztgenannten des Feldes verwiesen, da sie mit den ebenfalls in unserem Garten heimischen Mäusen genug zu tun haben.

 

Wie uns Naturkenner erklärt haben, soll man den Vögeln auch in der Brutzeit ein wenig zu fressen (Sonnenblumenkerne) bereitstellen. Darum ist unser Vogelhäuschen auch momentan ein viel frequentierter Platz. Zu Stoßzeiten drängeln sich bis zu 15 Kohlmeisen auf dem Baum, stehen in Warteschleife vor der Anflugszone zum Vogelhaus. Anschließend kommt ein hektischer Trupp Sperlinge, überfällt den Futterplatz und hinterlässt ein Chaos. Die durch das vorgenannte chaotische Sperlings-Gewusel heruntergefallenen Kerne verleiben sich danach die Gemeinen Grasmücken ein – bis die Tauben und die Elstern ebenfalls platzgreifend bzw. lautstark Bedarf anmelden.

 

Vor einigen Tagen hockte nun auch ein Eichhörnchen im (!) Vogelhäuschen und mampfte alles weg, was nicht festgenagelt war. Die Vögel schauten empört zwitschernd vom Baum aus zu. Um künftige diplomatische Verwicklungen zu vermeiden, kauften wir Eichhörnchenfutter im Netz. Dieses Netz hängt jetzt auch am Futterbaum und wird seitdem von den Kohlmeisen entleert. Das Eichhörnchen bedient sich weiterhin im Vogelhaus.

Mittlerweile überlege ich eine „Futterordnung“ aufzuhängen, um den Verbrauch der diversen Futtersorten besser abschätzen und nachfüllen zu können. Zumal nachts auch noch ein Igel die Katzenfutterreste vernichtet, die wir manchmal vergessen reinzuholen.

Unter Umständen helfen auch Piktogramme am Baum, um die Wildtiere zum richtigen Futter zu führen…auf jeden Fall ist viel los bei uns im Garten und unsere Kater haben ein spannendes Live-Unterhaltungsprogramm.

 

Keine Sorge: bis jetzt waren die Vögel schneller als unsere beiden älteren Fellmonster.

 

©kpneef/0717

Älter werden.....

 

Älter werden ist nicht schwer, älter sein dagegen sehr.

 

Man merkt, dass man älter wird, wenn…

…die Tasten am Smartphone genauso groß sein sollten, wie das Display

man mehr Falten im Gesicht, als Haare auf dem Kopf hat

…die Enten im Parkteich das zugeworfene und mittlerweile eingeweichte Brot zurückbringen

…man länger zum Wachwerden braucht, als man geschlafen hat

…die Arzthelferinnen in der Hausarztpraxis einen beim Eintreten mit Namen grüßen

…man jede Geburtstagskerze einzeln auspusten musst

…man lieber altes Brot isst, als nochmal extra aus dem Haus zu gehen

…Mittvierziger einem ihren Platz im Bus anbieten

…die Katze sich freiwillig um den Nacken legt

…man täglich mehr Tabletten als Naschereien zu sich nimmt

…man in die Anfängergruppe der Herzsportgruppe eingeteilt wird

…der Physiotherapeut beim ersten Treffen eine Rezeptverlängerung empfiehlt

…der Friedhofsmitarbeiter fragt, ob sich das Heimgehen noch lohnt

…der Fahrradhändler direkt ein E-Bike vorschlägt

…man am Fahrtkartenschalter ungefragt ein Seniorenticket bekommt

…der eigene Hund freiwillig nur noch einmal am Tag raus will

…sich das Pferd beim Aufsatteln bückt

…die Arzttermine immer kürzere Abstände bekommen

…die Werbefenster im Internet häufiger für Klosterfrau, Thai Ginseng und Voltaren aufploppen

…der Apotheker auf der Straße den Hut zieht

…die Rentenversicherungsschreiben zu- und die Krankenkassenangebote abnehmen

…die Mitbewohner im Haus unaufgefordert beim Einkaufstüten tragen helfen

…Passanten beim Rückwärtseinparken stehen bleiben und Handzeichen geben

…man beim Oldtimer-Treffen die meisten Fahrzeuge noch als Neufahrzeuge aus der Kindheit kennt

 

Aber älter werden ist auch schön – nimmt doch die Gelassenheit und Ruhe zu.

 

©kpneef/052017

Männlein und Weiblein

 

Neben den rein äußerlichen Unterschieden zwischen Mann und Frau gibt es noch eine markante, genbedingte „innerliche“ Auffälligkeit beim weiblichen Geschlecht.

Frauen reden, Männer hören zu. Dies ist mir schon lange bewusst, aber zurzeit fällt es mir wieder verstärkt auf. Unsere Tochter (zehn Jahre) entwickelt immer mehr diese weibliche Schwäche (Stärke?) und meine Frau wundert (ärgert) sich darüber.

Da wird von Seiten unseres Nachwuchses den halben Tag lang geplappert und „gebesserwissert“ was das Zeug hält. Mir, als von Natur aus entsprechend veranlagtem Mann, bleibt nur das Zuhören, Zustimmen und nicht Abspeichern der ganzen Informationen.

Was von meiner Frau als Desinteresse oder Schwerhörigkeit eingestuft wird, ist ein reiner Überlebensinstinkt und simple Ressourcenschonung im Gehirn, um nicht an einer Vielzahl überflüssigen Inputs einen Schlaganfall zu bekommen.

Wir Männer speichern nur lebenswichtige Fakten, die zum Überleben auf der Jagd nach Mammuts, Säbelzahntigern, etc. notwendig sind. Wie viel Toilettenpapier noch da ist oder ob die Schwiegermutter angerufen hat, wird aus Sicht des Mannes zweitrangig bewertet.

Nun freut es mich ein ganz klein wenig, dass das Geplapper unserer Tochter auch meiner Frau manchmal auf die Nerven geht und sie erkennt, dass Kommunikation nicht immer im Dialog stattfinden muss. Ab und zu reicht es auch, wenn man den Monolog eines Mitmenschen einfach nur zur Kenntnis nimmt, mit Ja, Nein oder Vielleicht bestätigt, um glücklich zu bleiben.

Aber bitte nicht missverstehen: wichtige Themen werden von Männern schon ernst genommen und auch (allerdings nicht zu ausführlich) besprochen, diskutiert und abgespeichert!

Ein Tipp für alle Frauen: am besten immer die Schlagworte Mammut, Säbelzahntiger, Jagd, Nahrungsaufnahme und - der Neuzeit angepasst - Fußball ins Gespräch einbinden. Dann können sie sich der vollen Aufmerksamkeit ihres Mannes gewiss sein und er erinnert sich später sogar noch an das Gesagte…zumindest an Mammut, Säbelzahntiger, Jagd, Nahrungsaufnahme und Fußball.

 

©kpneef/022017

Gute Vorsätze für ein schlechtes Jahr

 

Das neue Jahr ist schon wieder fast vorbei und ich vergesse die erste Meldung.

Wie jährlich und wie nahezu alle Menschen, habe ich zu Neujahr diverse gute Vorsätze gefasst und zwischenzeitlich natürlich nicht umgesetzt.

Unter anderem habe ich dem berüchtigten Schneefräsen-Mann in unserer Nachbarschaft nach dem ersten Schneefall keinen Zucker in den Tank seiner Höllenmaschine geworfen – noch erdulde ich stoisch die frühmorgendlichen (6.00 Uhr) Räumaktionen und sehr dies auch als guten Vorsatz fürs Jahr 2017.

Außerdem nasche ich weiter Süßkram – ich will ja nicht mitverantwortlich sein, an einer möglichen wirtschaftlichen Krise in der Naschwaren-Industrie. Also rette ich durch mein selbstloses Verhalten und die regelmäßige Zufuhr von sinnlosen, unnötigen, aber sooo leckeren Kalorien viele Arbeitsplätze. Ebenfalls ein guter Vorsatz, der zumal der Allgemeinheit nützt.

Ebenso wenig werde ich den armen Tieren ihr Futter wegessen und bleibe Anti-Vegetarier. Soll heißen: Fleisch und Wurst dürfen meinen Teller zieren und sich meiner vollen Konzentration auf den Genuss sicher sein. Dafür überlasse ich den armen Viechern gerne Almen, Weiden und Grünpflanzen.

Des Weiteren halte ich mich bewusst aus der Weltpolitik heraus – ein Narr mehr ab 20. Januar auf der großen Bühne der selbstgefälligen und unwissenden Politikszene reicht ja wohl. Ich bemühe mich dafür weiterhin im Kleinen um mehr Gerechtigkeit, Chancengleichheit und das „Allgemeinwohl“ als Elternbeiratsvorsitzender der Astrid-Lindgren-Schule. Wie ich finde, ein wichtiger guter Vorsatz, der vor allem Kindern, als unsere schwächsten und schützenswertesten Gesellschaftsmitglieder unterstützt und Freude bringt.

Einen eher egoistischen guten Vorsatz werde ich aber wie Silvester vorgenommen, auf jeden Fall umsetzen: ich lasse nie mehr niemanden mehr nie nicht an der Kasse im Supermarkt vor! Und wenn sich das Laufband von meinen Einkäufen durchbiegt und hinter mir nur ein Joghurt mit Mensch steht.

Jedes Mal gibt es dann Probleme.

Der/die Vorgelassene kramt in den tiefsten Winkeln einer riesigen Geldbörse nach dem passenden Kleingeld; der richtige PIN wird für die EC-Karte zusammengepuzzelt; irgendein Gemüse oder Obst muss noch „rasch“ nachgewogen werden; eine Flasche Spülmittel fällt runter (gerne auch Weichspüler), platzt auf und verursacht eine „lustige“ Rutschpartie bis zum Auto; die Kassenbon-Rolle ist leer und kein Ersatz zur Hand; der Pfandflaschen-Bon hat sich in die Ritze zwischen Laufband und Scanner verirrt; Kassiererin und Kunde kennen sich privat und tauschen schnell noch Kochrezepte, Krankengeschichten oder Party-Erlebnisse aus; und so weiter, und so weiter.

Insgesamt werde ich den Weltfrieden nicht bedrohen, den Klimawandel nicht unterstützen, mein Wahlrecht gegen Polemiker, Demagogen und Volksaufhetzer nutzen und helfen, wo ich helfen kann.

2017 wird sicherlich einige schwere Momente und fragwürdige politische Entscheidungen beinhalten – aber, wenn jeder nach seinem Gewissen handelt, ist die Weltordnung noch nicht verloren!

 

©kpneef/012017

    

  

Letzte Meldung des Jahres

 

Es ist ja jedes Jahr das Gleiche. Immer am 31. Dezember spielen die Menschen verrückt, müssen viel essen, viel trinken und leider viel Krach machen.

Mal abgesehen von den Kosten, die so ein privates Feuerwerk verursacht und nur dem Zweck dient, ein paar bunte Lichter am Himmel zu sehen, empfinde ich die Böllerei als Tierquälerei. Nicht nur für die Haustiere, die verschüchtert und verängstigt den gewaltigen Lärm und die ungewohnten Geräusche verfolgen, sondern auch für alle anderen freilebenden Tiere.

Aber es gibt halt menschliche Traditionen, die werden gnadenlos durchgezogen, weil man dies seit Jahrhunderten eben so macht. Ich will nicht weiter auf die ursprünglichen Hintergründe der Silvesterknallerei eingehen (Geister vertreiben, Dämonen verjagen, etc.), weil es zu weit gehen würde.

Doch möchte ich zum Abschluss des Jahres meine Möglichkeiten nutzen und Sie bitten, nicht allzu viel und allzu lange Raketen, Knaller und anderen Schnickschnack an Silvester zu verballern. Ob es etwas hilft, bezweifle ich, aber ich habe es versucht.

Außerdem gebe ich noch eine rührende und tierliebe Begebenheit mit ins Neue Jahr, von der ich im Radio gehört habe:

Seit einigen Jahren nimmt ein Mann an Silvester seine Hündin pünktlich gegen 23.30 Uhr mit ins Auto, fährt bei leiser Musik und sehr wenig Verkehr eine Stunde über die Autobahn und kehrt dann wieder heim. Er möchte seiner Hündin das akustische und optische Inferno der Neujahrsnacht ersparen. Die Autobahn ist leer um diese Zeit, dort gibt es kein Feuerwerk und die Hundedame genießt das sanfte Dahingleiten im Auto mit ihrem „Herrle“.

Dass der Mann den Jahreswechsel lieber alleine mit seiner Hündin (zu ihrem Wohlergehen) feiert, ist für mich ein echter christlicher Akt der Nächsten- (Tier-) Liebe.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen einen guten, segensreichen, friedlichen und für alle Lebewesen rücksichtsvollen Start ins neue Jahr. 

 

Natürliche altersbedingte Selektion

 

So, so – jetzt kommt der Verfasser dieser Zeilen also auch in ein Alter, in dem Arztbesuche häufiger stattfinden, als Stammtischtreffen. Zwar werde ich in der Regel jünger eingeschätzt als ich bin, aber meine Knochen halten sich nicht an diese positive Vorgabe.

Arztbesuche machen mir sowieso keinen Spaß und wenn dann noch die obligatorischen Fragen kommen, ob man aktuell schwere körperliche Arbeiten getätigt hätte und dies verneint werden muss, kommt das beliebte ärztliche Fazit: „Tja, das ist die natürliche altersbedingte Selektion.“

Das heißt in der Theorie: alter Mann = alte Knochen = kann man nix machen.

In der Praxis wirkt sich dies so aus: Schmerzen beim Aufstehen, Schmerzen beim Gehen, Sitzen, Liegen, unrunder Gang (auch so eine nette Formulierung eines medizinisch versierten Menschen) und keine Lust auf nichts.

Bis vor kurzem habe ich beim Anblick eines älteren, eingeschränkt beweglichen Menschen gedacht, wie gut ich mich fühle und wie fit. Mittlerweile gehöre ich selber zu der Spezies, die bemitleidet wird.

Nun gut, ich habe in meiner Jugend sehr intensiv Leistungssport betrieben und in den wilden 70er und 80er Jahren wurden Verletzungen gerne mit dem Spruch kuriert „Ein Indianer kennt keinen Schmerz“. Bei der Genesung spielte damals eine wesentliche Rolle, dass junge Knochen und Gelenke schneller heilen, als alte und man vor seinen Sportkameraden nicht als Weichei dastehen wollte.

Mit einer frisch eingerenkten und vordem ausgekugelten Schulter oder einem kleinen Nasenbeinbruch hat Handball spielen erst so richtig Freude bereitet.

Der Nachteil aber ist, dass man im frühen Alter umso mehr körperliche Probleme bekommt, weil viele kleine und größere Verletzungen nicht sachgemäß auskuriert bzw. behandelt wurden.

Heutzutage ist jeder erst Mal ein paar Wochen krank (oder in Schonung), „bloß“ weil er sich ein Band oder eine Sehne überdehnt hat. Dies hat aber den Vorteil, dass man wahrscheinlich im Alter nicht so viele körperliche Baustellen abarbeiten oder ertragen muss.

Auch ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich die Todesanzeigen in der Zeitung anschaue und mit Bedauern feststelle, dass die „Einschläge“ näherkommen. Mein Jahrgang ist nicht mehr allzu weit davon entfernt, in die Top Ten aufgenommen zu werden.

Ein Trost allerdings bleibt mir: Beim Verlassen eines Friedhofes wurde ich bisher nicht gefragt, ob sich der Nachhauseweg überhaupt noch lohnt.

In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern und Leserinnen eine schmerzfreie, friedliche Weihnachtszeit und ein medizinisch unauffälliges gutes Neues Jahr.

©kpneef61/122016 

Tradition ist Tradition

 

Als Zugezogener würde ich mich nie über die gute, alte Tradition der schwäbischen Kehrwoche lustig machen. Vielleicht über gewisse Teilaspekte, aber mein Respekt vor dem sauberen Ländle verbietet es mir.

Nur:

Muss man, wenn es regnet und schneit Fenster putzen bloß, weil es zur Kehrwoche dazugehört?

Muss man im dicksten Sturm Laub fegen und den Bordstein kehren?

Muss man Kehrwoche im Hausflur machen, wenn die meisten Mitbewohner anwesend sind und ihrem Tagesgeschäft (einkaufen, Wäsche waschen, Müll entsorgen, etc.) nachgehen? Und sich dann aufregen, dass man andauernd hinterher wischen muss?

Wie gesagt, ich will so ein ernstes Thema nicht durch den Kakao ziehen.

Also wechsle ich zu einem ähnlichen Programmpunkt, der nur eine Randerscheinung der schwäbischen Reinlichkeit ist.

Das Laubbläsertum oder Laubsaugertum!

Auf Grund des relativ langen ruhigen Spätsommer-/Herbstwetters wurde ich eines nachmittags eiskalt erwischt. Ich verließ die sichere Wohnung, öffnete die Haustür und schon kamen mir zwei kleine Hunde, drei Katzen und diverse Kleingegenstände entgegengeflogen. Begleitet wurde dieser Sturzflug von einem infernalischen Lärm.

Ich ging nochmal in die Wohnung, zog mir Schutzkleidung an, setzte einen Helm und eine Schutzbrille auf und stopfte mir Oropax in die Ohren. So gewappnet schlich ich mich hinaus und eruierte den Grund für das Chaos vor der Haustür.

Unser Nachbar hatte sich einen Laubbläser Marke „Taifun 2000“ zugelegt und bekämpfte den mittelschweren Laubfall auf seinem Grundstück damit. Dabei trieb er eine ältere Dame samt ihrem Rollator vor sich her (eventuell eine neue Sportart? Rollator Surfing?).

Zum Glück konnte die Dame von ihrem Ehemann kurz vor einer Straßenkreuzung mit Hilfe eines stabilen Schirmgriffs in eine sichere Einfahrt gezogen werden.

Der Laubbläser-Mann bekam davon allerdings nichts mit, da ihm das vor ihm herfliegende Laub jegliche Sicht nahm und er alle Kraft und Konzentration für das technische Gerät benötigte. Der Laubbläser zog den Nachbarn quasi hinter sich her und erst an einer Laterne konnte sich der Benutzer festhalten. Mit letzter Energie schaltete er die Maschine aus, worauf die letzten Blätter, Autoteile, Straßendreck und verwirrte Vögel auf den Gehweg fielen.

Gelassen, wie es nur ein gestandener Mann kann, ging unser Nachbar zu seiner Garage, verstaute den Laubbläser ganz weit hinten in eine Ecke, nahm Besen und Schaufel, säuberte den Gehweg, wunderte sich über die keifende ältere Dame und begab sich zum Vesper in die heimischen vier Wände.

Da lobe ich mir die KEHRwoche (heißt ja schließlich nicht BLÄSERwoche) und werde weiterhin traditionell den Besen bzw. Rechen schwingen – umweltschonend, leise, effizient und energiesparend.

 

©kpneef/112016

PS : km/h = IQ

 

Diese selber entwickelte Formel kann man in Wohngebieten (gerne in beruhigten 30er-Zonen) auf die durchfahrenden PKW-Besitzer anwenden.

Gerade in unserem Viertel am Beutenlay kann man immer wieder beobachten, wie (meistens vermeintlich und nur optisch) aufgemotzte Autos mit mindestens doppelt so hoher Geschwindigkeit wie erlaubt durch die Straßen rasen. Dabei sollte man denken, dass gerade in einem kleinen Städtchen wie Münsingen selbst geistig stark benachteiligte Autofahrer aus Rücksicht auf die Nachbarn  und den „Anstand“ angemessen durch die Gassen fahren.

Aber leider weit gefehlt und ich befürchte, dass es nicht mehr lange dauert und irgendein Schulkind, ein älterer Mensch oder ein Haustier durch so einen Raser verletzt wird. Wenn schon in unserem Viertel, indem sich viele Schulen und Kindergärten befinden, so -  zum Teil - sehr rücksichtslos gerast wird, möchte ich nicht wissen, was in anderen Ortsteilen abgeht.

Mit der Zeit bekommt man auch mit, wer wie fährt und das hat mir – auf Grund langfristiger Beobachtungen – bestätigt, dass die geistige Arbeitsleistung (IQ) in direktem Zusammenhang mit der vorhandenen Motorleistung (PS) steht. Das bedeutet: je mehr PS (oder zumindest der Wunsch danach) unter der Motorhaube, umso geringer ist der Anteil einwandfrei funktionierender Gehirnzellen.

Überraschenderweise sind allerdings nicht nur junge Autofahrer in der Spitzengruppe vertreten, sondern auch relativ viele Erwachsene und erschreckenderweise viele Eltern, die ihre Kinder auf den letzten Drücker zur Schule oder in den Kindergarten bringen. Diese Gruppe missachtet nicht nur die Geschwindigkeitsbegrenzungen, sondern mit Vorliebe auch die Vorfahrtsregeln. Und zwar zu bestimmten Zeiten in so starkem Ausmaß, dass besonnene Autofahrer ihre Vorfahrtsrechte nur sehr, sehr vorsichtig in Anspruch nehmen und dadurch diverse Unfälle im Vorfeld vermeiden.

Es ist zwar eine nette Geste, wenn sich die Vorbeirasenden dann per Handzeichen (oder mit erstarrten, weit aufgerissenen Augen) beim Vorfahrtsberechtigten entschuldigen, aber nicht im Sinne eines sicheren Schulweges.

Ebenfalls öfter vertreten sind sogar Anwohner, die vermutlich meinen, ihr Viertel zu kennen und nicht daran denken, dass Kinder und Haustiere unberechenbar sind. Wenn dann mal was schief geht, ist das Gejammer groß und im Zweifelsfall das Kind schuld.

Natürlich gibt es auch Kinder und Jugendliche, die ohne zu schauen, über die Straße laufen, aber genau damit muss jeder erwachsene und verantwortungsbewusste Autofahrer rechnen und seinen Fahrstil anpassen. Ich kann nur hoffen, dass noch recht lange alles gut geht und die Raser einsichtig werden. 

Wer eine Reise tut...

 

 

Dieses Jahr konnten wir endlich mal an die Nordsee reisen und unserer Tochter die Gewalten und Gezeiten des Wattenmeeres zeigen.

Natürlich bedarf eine Reise von der Schwäbischen Alb an die Nordsee einer außerordentlich exakten Planung und Vorbereitung – wobei die Details dieser Organisation zwischen Männlein und Weiblein stark differieren (die kindliche Sicht mal ganz unberücksichtigt).

Meine holde Ehefrau begann schon eine Woche vorher mit der Reanimation unserer Koffer und Taschen, die seit Monaten (zum Teil seit Jahren) im Keller einem friedlich unangestrengten Eigenleben frönten. Nachdem sie alles Bepackbare in der Wohnung hatte, wies ich dezent daraufhin, dass wir keinen LKW hätten, sondern nur einen Mittelklasse-PKW. Nach dieser Anmerkung zog ich mich für mehrere Stunden in mein Büro zurück…

Am nächsten Tag wurde schon mal vor sortiert, welche Kleidungsstücke mitgenommen werden mussten und ich stellte (ganz im Stillen für mich) fest, dass das Gepäckgeschwader dafür nicht reichen würde. Nun gut – an der Küste ist das Wetter unberechenbarer als hier und es kann knalle heiß oder nass kühl sein.  Aber das es im Juli/August einen Wintereinbruch geben würde, war meiner Meinung nach (die ich diesmal für mich behielt) relativ unwahrscheinlich.

Einen wichtigen Aspekt hatte ich bis dahin noch gar nicht berücksichtigt: die Frage des passenden Schuhwerkes! Allmählich machte ich mir im Geheimen Gedanken, was wohl die Anmietung eines Transporters kosten würde, verwarf diese Idee aber sogleich aus finanziellen Gründen (oder wir hätten im Transporter schlafen müssen – aber vor lauter Gepäck wäre da nicht viel Platz gewesen!

Die nächsten Tage verbrachte meine bezaubernde Angetraute damit, die Bekleidungs- und Schuhflut den – von mir mittlerweile todesmutig vorgegebenen – Koffermassen anzupassen. Überraschenderweise klappte dies sehr gut! Okay, meine Sachen waren dabei noch nicht untergebracht. Allerdings braucht Mann ja auch nicht viel. Hauptsache das Navi funktioniert und es gibt regelmäßig zu essen und zu trinken.

Am Tag der Anfahrt verstaute ich alles im Auto und zu unser aller Verblüffung hatten sogar noch meine Frau, unsere Tochter und ich Platz darin. Ein Tipp: achtstündige Autofahrten sollte man nicht aufrechtsitzend und hinter das Lenkrad geklemmt verbringen!

Der Urlaub selber war schön, wenn ich den Berichten meiner Frau und Tochter glauben darf. Ich persönlich benötigte absolute Bettruhe und Physiotherapie, um bis zur Heimfahrt wieder fit zu sein.

Wobei ich noch kurz anmerken möchte, dass im Urlaub gerne Andenken, Schnickschnack und (wie man bei uns im Rheinischen sagt) Stehrümchen das Reisegepäck erweitern, aber das Fahrzeug und die Insassen nicht entsprechend weniger Platz einnehmen, als bei der Hinfahrt. Darum schreibe ich nun diese kleine Geschichte im heimischen Bett und warte auf den Physiotherapeuten.

 

Gegen den Strom

 

 

Heute Nacht war endlich mal was los in Münsingen...zumindest in unserem Wohnviertel. Oder besser gesagt, es war nichts los. Wir hatten von 23.30 bis 2.51 Uhr Stromausfall, weil anscheinend in einem Umspannwerk der EnBW eine Sicherung durchgeknallt war. Dass den Verbrauchern manchmal die Sicherungen raus fliegen, auf Grund der utopischen Stromrechnungen ist ja schon normal, aber das selbst dem Anbieter dies geschieht, ist selten.

Ich schlief jedenfalls den Schlaf des Gerechten, als ich plötzlich von einem Handy-Taschenlampen-Applicht geweckt wurde. Meine Frau hatte den Stromausfall bemerkt und meinte, dass ich dies auch wissen müsste. Im Halbschlaf konnte ich die Dringlichkeit eines nächtlichen (und wahrscheinlich von mir ansonsten verpennten) Elektroverlustes nicht recht nachvollziehen, da ich schlafenderweise nicht auf Strom angewiesen bin. Erst der Hinweis der Besten aller Ehefrauen auf den fehlenden Einfluss von Elektrizität auf unseren Kühl- und Gefrierschrank machte mich hellwach.

Was? Die Nahrungskette und mein kulinarisches Wohlbefinden waren in Gefahr? Da musste was unternommen werden.

Zunächst in den Keller und die Stromzähler, sowie Sicherungen kontrolliert. Tot!

Aus den Fenstern schauen, ob die Straßenbeleuchtung und Lichter bei den Nachbarn funktionieren. Tot!

Dann zum Nachbarn schleichen und überprüfen, ob der Bewegungsmelder an dessen Haustür angeht. Tot!

Alles tot! Wie sollte ich denn morgens wach werden ohne meinen Kaffee und Musik?

Lösung suchen (Problem war ja schon vorhanden). Störungsstelle  anrufen (vom Handy, da unser Festnetz über einen Router läuft und Strom braucht) – belegt!

Was jetzt? Katastrophenschutz, THW, Bundeswehr (ups, die haben ja auch die 37,5 Stunden Woche und sind nur tagsüber in Einsatzbereitschaft)? POLIZEI!!

Der diensthabende Callcenter-Agent der Münsinger Wache war rasch erreicht und sehr freundlich, obwohl ich bestimmt nicht der erste Anrufer in dieser Nacht war. Seine Information, dass die EnBW Bescheid wüsste und die Angelegenheit repariert würde, entließ mich wieder aus der Schnappatmung. Frühstück gesichert!

Sicherheitshalber schaltete ich die Nachttischlampe an, damit ich die glorreiche Rückkehr der Elektrizität zur Kenntnis nehmen konnte. Dies war gegen 02.51 Uhr der Fall und beruhigt stellte ich das Licht aus und widmete mich meinen Schnarchprogramm.

Am Morgen wurden alle Strom abhängigen Uhren aktualisiert, der Kühlschrank bzw. dessen Inhalt auf Schäden kontrolliert und nach Feststellung der Normalität das Frühstück vorbereitet.

In solchen Momenten merkt an erst, wie wichtig unser Strom ist, welche Auswirkungen ein Ausfall hat (kein anständiges Frühstück) und wie abhängig wir sind.

Nun haben wir vorgesorgt und die alte italienische Espresso-Kanne und den Camping-Gaskocher aus dem Keller geholt, Batterien für ein Radio und eine Taschenlampe griffbereit. Jetzt kann nichts mehr passieren!

 

©kpneef/052016    

Zensur im eigenen Kopf

 

 

„Satire darf alles!“, meinte Tucholsky, schon bevor es eine allumfassende und im Grundgesetz verankerte freie Meinungs- und Pressefreiheit gab. Dass dies allerdings nicht mehr allgemein gültig ist, sieht man an den aktuellen berechtigten oder unberechtigten Löschungen von Satirebeiträgen öffentlich-rechtlicher Sender und Medien.

Natürlich sollte Satire gewisse moralische und humane Grenzen respektieren, aber allgemein gilt: man darf in Deutschland sagen was man will – rechtliche Konsequenzen muss der Urheber letztendlich tragen. Da diese möglichen Konsequenzen aber immer öfter realistisch erscheinen und zum Teil auf höchster politischer (inter-)nationaler Ebene angewendet werden, hat sich bei vielen schreibenden und sprechenden Kreativen eine Schere im eigenen Kopf eingepflanzt.

Welche Formulierung ist die Richtige? Wer könnte sich wie angegriffen fühlen? Wie könnten drohende Reaktionen ausfallen? Leider kann sich der Verfasser dieser Zeilen nicht davon ausnehmen, obwohl er der Meinung ist, dass gewisse Dinge gesagt werden sollten, um gefährlichen Strömungen die Kraft zu nehmen bzw. die Hinter- und Beweggründe aufzudecken. Dabei geht es nicht um irgendwelche rechtlichen Einsprüche, sondern um eventuelle „Bedrohungen“ gegen Leib und Seele.

Der Autor hätte nie gedacht, dass in Deutschland wieder Zeiten kommen, in denen man seine politischen, aber auch humanistischen Lebensansichten nicht mehr frei äußern sollte (!), um in Frieden leben zu können.

Wie Sie bemerkt haben, hält sich der Verfasser mit konkreten Angaben zurück und vermeidet bewusst (!) die Nennung von Namen, Parteien, Organisationen und Verbänden. Er unterstellt der Mehrheit der Leser dieser Zeilen, zu ahnen, worum es gehen könnte, und hofft, dass es noch genug vernünftige Menschen in unserer Gemeinde (Stadt und Kirche) gibt, die aufpassen, wie sich was entwickelt und entsprechend geschlossen dagegen wirken. Abschließend möchte ich Schiller aus Wallensteins Tod zitieren: „Ich habe hier bloß ein Amt und keine Meinung.“

In der gegenwärtigen Phase will ich damit aber nicht die Verantwortung auf Amtsträger abwälzen, sondern jeden einsichtigen Bürger auf sein individuelles „Amt“ hinweisen – als Mensch, als Nachbar, als Elternteil und als Freund.

Denn jeder, der hinhört und hinsieht, mit dem Wahrgenommenen nicht einverstanden ist und nichts dagegen unternimmt, lässt unter Umständen aus einer Mücke einen Elefanten werden.

Ich hoffe, Sie haben dem Verfasser folgen können...

 

©kpneef/042016  

 

 

Die drei „K“ – Kind, Katze, „Kaos“

Wer Kinder hat, der weiß wovon ich heute schreibe. Eine andere ältere Geschichte aus meiner Feder kurz zusammengefasst, dient als Einstieg.

Die ersten Lebensjahre eines Kindes begleiten Eltern gerne mit den Worten „Fein!“, um neu erlernte Dinge dem Kinde lobend einzuprägen. Mit zunehmendem Alter und Eroberungsspielraum der kleinen Racker wird dann vermehrt das F zu einem N und sie lernen das begrenzende Wort „Nein!“ kennen. Soll sagen, dass Kinder sich immer in Entwicklungsfenstern bewegen, denen wir Erwachsene uns anpassen sollten. Manches lernen Kinder schnell, manches eher langsam!

Zu den eher langsam zu erlernenden Dingen gehört ein gewisses Maß an Ordnungsgefühl. Bei unserer Tochter dauert dieses Entwicklungsstadium immer noch an und wir machen leider auch den Fehler „hinterher zu räumen“. Allerdings glaube ich persönlich, dass sie einfach zu schwach ist, um ihren Wintermantel, ihre Stiefel, Handschuhe, Mütze, Schal, etc. an die entsprechenden Aufbewahrungsorte zu tragen. Nach fünf Stunden Grundschule kann ja ein kleiner Kinderkörper keine Energie mehr aufbringen und nur noch mit letzter Kraft allen Ballast im Flur fallen lassen.

Oder sie ist geistig zu abgelenkt (bei Computern nennt man das in einem „anderen Arbeitsmodus involviert“), um an so profane Sachen wie häusliche Ordnung, Sozialverhalten, etc. zu denken.

Eine Zeitlang schaffte sie es auch nicht, heruntergefallene Bastelreste (Papierschnipsel, Stifte, usw.) oder Spielzeuge aufzuheben. Bis unser Staubsauger anfing, sich unsensibel darüber herzumachen und auch mal wichtige Utensilien ins Staubsaugerbeutelland mitzunehmen. Seitdem werden – zumindest die aus Kindessicht interessanten – Dinge aufgehoben und sicher platziert.

In letzter Zeit allerdings finden wir beim Staub saugen immer wieder Bonbonpapiere, Alufolienkugeln, Haselnüsse und ähnliche rollende Gegenstände unterm Sofa, Bett, hinter Türen und unter den Tischen. Auf diese neue Unart angesprochen, meinte unsere Tochter, dass dies aus Tierliebe geschehen würde. Schließlich hätten wir gesagt, dass unser Kater im Winter öfters drinnen „bespielt“ werden müsste, um glücklich zu sein. Und da sie den Kater lieb hat und eine echte Tierliebhaberin ist, braucht er überall ein Spielzeug zum Zeitvertreib.

Außerdem hätte sie die Katzenspielsachen ganz woanders hingelegt und sie könne nichts dafür, dass der Kater nachts damit spielt und nicht ordentlich aufräumt. Was jetzt wichtiger wäre? Eine ausgeglichene und zufriedene Katze in einer nicht ganz so aufgeräumten Wohnung oder eine saubere, ordentliche Wohnung, die unser Kater verlassen würde, weil er nichts zu spielen findet?

Als sie dann noch schildern wollte, wie unser Kater frustriert und vereinsamt sein Bündel packt und sich in die Wildnis begibt, wo er von Wölfen, Wildhunden, Füchsen und Wildschweinen gejagt wird, einigten wir uns auf ein Katzenspielzeug pro Zimmer (ausgenommen Toilette, Bad und Küche).

So übertragen sich Erziehungsfehler von Generation zu Generation und von Mensch zu Tier.

 ©kpneef/022016

Oh! Tannenbaum!

Jedes Jahr das gleiche Dilemma. Unvermutet, völlig überraschend und unvorbereitet klopft Weihnachten an die Tür. Vom Geschenkestress abgesehen, gilt es noch einige andere Hürden zu nehmen, um ein annehmbares und relativ friedliches Fest feiern zu können.

Die Planung wer, wann, was und wo an den Feiertagen is(s)t, steht nun genauso auf dem Vorbereitungsplan, wie der gute, alte Tannenbaum.

Manch Übereifriger kauft ihn schon Ende November, um sicher zu gehen und ein Schnäppchen zu machen. Dass der Baum dann in vielen Fällen  an Heiligabend eher einem genmanipulierten Kaktus ähnelt, als einem strammen Nadelgewächs ist Geschmackssache. Um ihn frisch zu halten, könnte man ihn eventuell in die Gfriere legen…

Andere kaufen die natürliche Weihnachtsdekoration so spät wie möglich und ärgern sich mit Krüppelkiefern, verharzten Baumstämmen und abgeknickten Zweigen herum oder berappen viel Geld für eine edle Nordmanntanne aus fragwürdigen Herkunftsländern.

Einigen Ärger macht auch der Stellplatz – zumindest, wenn man in einer Wohnung lebt und man nicht über rund vier Quadratmeter Freiraum verfügt. Selbstverständlich ist Platz in der kleinsten Hütte, aber bei uns verhindert beispielsweise der Baum alljährlich den freien Zugang vom Wohnzimmer zum Esszimmer, da er nur im Durchgangsbereich der beiden Räume optisch ansprechend platziert werden kann.

Mein Vorschlag, den Baum in den Keller zu stellen, fand bei meinen Damen keinen großen Anklang. Aber die wahrscheinlich angeborene Tannenbaum-Allergie ist bei unserer Familie in männlicher Linie sehr ausgeprägt. Vielleicht liegt das daran, dass mein Vater zu einem Weihnachtsfest einen (damals neu auf den Markt gekommenen) Plastikbaum organisiert hatte. Das Zusammenstecken der Zweige hat mir und meinem Bruder sehr viel Spaß gemacht, zumal es viel kreativen Raum für sehr individuelle Formgestaltungen zuließ.

Nun gut, der Kunstbaum wurde in diesem Jahr „geduldet“ (vom weiblichen Teil unserer Familie), nach Neujahr von der Müllabfuhr entsorgt und nie mehr in der Öffentlichkeit erwähnt.

Dass sich meine Mutter aber in jedem Jahr über die „Nadelei“ aufregte und jeden Tag mit dem Staubsauger durchs Wohnzimmer jagte, war kein Thema.

Okay! Der Tannenbaum gehört zur Tradition, lässt Kinderaugen leuchten und beschäftigt einen Teil der Familie für die Dekoration. Da muss die Lichterkette entknotet werden, die farblich passenden Kugeln und die kleinen Deko-Aufhänger in Form von Päckchen, Sternen, Engelchen, etc. wollen auf den Millimeter genau aufgehängt werden. Besonders schön ist, wenn Kinder mithelfen dürfen. Anschließend ist die Hälfte der Aufhänger im Kinderzimmer verschwunden und mindestens ein Viertel der Kugeln zerborsten. Was dann noch den Weg an den Baum schafft, wird bei uns von unserem Kater – vorwiegend nachts, wenn alles schläft – bespielt, neu platziert und versteckt.

So verbringen wir manch ruhige Stunde mit der Suche von Dekomaterial unterm Sofa, hinter Schränken und unter Betten.

Hmmm – wenn ich es recht bedenke, ist so ein Tannenbaum doch eine tolle lustige Sache und sorgt für Ablenkung an kalten, langen Wintertagen – und schön ist er auch noch!

 

©kpneef/122015

 

Falsch verstanden

Es gibt Angebote, die kann man nicht ausschlagen – auch wenn man sie nicht braucht.

Da muss man hin, nachfragen und sich schlau machen. Besonders in unserer Region rund um Metzingen ist der Handel mit gewerblichen Immobilien scheinbar ein Renner. An unzähligen Unternehmen stehen große Hinweisschilder mit dem Aufdruck „Fabrikverkauf“.

Eine meiner entsprechenden Anfragen bei einem Mitarbeiter, warum die Fabrik verkauft wird und was sie kosten soll, stieß merkwürdigerweise auf Unverständnis, um nicht zu sagen auf unterschwelligen Zorn. Naja, so ein Fabrikverkauf ist ja auch tragisch und oft für die Angestellten mit einer Kündigung verboten – drum hakte ich nicht weiter nach.

Ein paar Tage später musste ich den miserablen Stadtkassen-Etat von Reutlingen zur Kenntnis nehmen. Da stand doch tatsächlich in großen Lettern an einer großen Kreuzung – neben einer Imbissbude – der Hinweis „Straßenverkauf“. Wie arm muss eine Stadt sein, wenn sie schon Straßen zum Verkauf anbietet?! Und was darf der neue Eigentümer mit so einer Straße machen? Umziehen? Schließen? Gehört die gesamte Straße dem Erwerber inklusive Häuser, Gehwegen, etc.? Werden die Anwohner mit erworben? Darf der Eigentümer die Straße umbenennen, eine Autobahn daraus machen oder ein Erholungsgebiet?

Leider gab man mir auf meine diesbezügliche Anfrage beim Stadtbauamt keine sachdienlichen Erklärungen und ich bin immer noch geschockt über diesen Straßenverkauf. Schließlich haben doch die Steuerzahler diese Straße mitfinanziert und ein Recht darauf zu erfahren, unter welchen Umständen diese Straße zu erwerben ist.

Ebenso mache ich mir immer wieder Gedanken, wenn Einkaufsgemeinschaften und Handelsverbände den „Sommer- oder Winterschlussverkauf“ anpreisen. Zum Glück kann ich nur sagen, hat sich weder für das Eine noch für das Andere ein potentieller Käufer gefunden. Oder wie sonst muss ich die alljährlich wiederkehrenden Versuche, die beiden Jahreszeiten zu veräußern deuten?

Es käme auf den Preis an, dann könnte ich mir vorstellen, den Sommerschluss zu kaufen, einzumotten und wie viele andere Dinge im Keller zu vergessen. Dann würde der Sommer nie aufhören!

Gestern wiederum wurde ich für meinen guten Willen gehörig gemaßregelt und überlege mir zukünftig doppelt gut, ob ich helfen soll. Nachdem ich unter Aufwendung meiner letzten Kräfte alle Waren aus einem Geschäft auf den Gehweg gestellt hatte, kamen ein paar vermeintlich nette Herren und zogen mir – gegen meinen ausdrücklichen Willen – eine weiße Jacke an (die sie auch noch falsch, nämlich hinten zuknöpften) und brachten mich in ein großes Haus mit verschlossenen Türen und Fenstern. Was habe ich denn da falsch verstanden? An dem Geschäft hingen große Plakate mit dem Aufdruck „Alles muss raus!“

 

©kpneef/092015

Gut gemeint!

Im Laufe eines Lebens erhält man viele gute Ratschläge, die mehr oder minder auch real umsetzbar sind. Vom Haushaltstipp (beispielsweise Rotweinflecken mit Weißwein entfernen – man sollte es aber nie anders herum versuchen!) bis hin zur Lebensweisheit „Wir lernen fürs Leben, nicht für die Schule!“ Das bedeutet aber auch, dass wir fürs Lernen leben.  Dies trifft in gewissem Maße zu, aber so einige Unterrichtseinheiten hätte man sich schon sparen können. Bisher habe ich noch nie (!) mein Wissen um die Gebärfreudigkeit südamerikanischer Froscharten oder den Reisanbau in Mittelchina anwenden können.

Andere Weisheiten wie man zum Beispiel die elektrische Aufladung moderner Bettwäsche (Mikrofaser) vermeidet, sind häufig nur für den Tippgeber von Nutzen. Ich bin es schon lange Leid, dass sich unsere Bettwäsche (besonders frisch gewaschen) elektrisch auflädt und bei jeder Bewegung ein wahres Feuerwerk verursacht. Dagegen soll –laut anonymen Tippgeber – ein wenig Weichspüler beim Hauptwaschgang helfen. Der einzige Unterschied, den ich feststellen durfte war, dass der Funkenflug nun ein wenig nach verbranntem Weichspüler duftet. Auch unser Kater ist wenig begeistert vom Knistern und ruht lieber auf dem Teppich, als auf seinem geliebten Bett (eigentlich unser Ehebett, aber vor Benutzung der Mikrofaser-Bettwäsche auch der Wellnessbereich unseres Vierbeiners).

Apropos Vierbeiner: Tierärzte sind  Ratgeber der Sonderklasse. Wer ein Haustier hat und diesem manchmal eine Medizin geben soll, der kennt deren Tipps. Tabletten geben sieht beim Tierarzt so leicht aus – dies mit den Hinweisen vom Doc zu Hause versuchend, landet die Tablette sonst wo, nur nicht im Tier; man ist zerkratzt; Tier ist stinksauer und sucht im Telefonbuch nach einem neuen zweibeinigen Dosenöffner. Zecken entfernen: auch so eine tolle Sache! Man nehme die Katze, beruhige sie durch Streicheln, halte sie am Nacken fest (das macht die Katzenmama ja auch mit ihren Babys – allerdings will die Katzenmama keine Zecke mit einer Zange entfernen), setze die Zange an der Zecke möglichst weit vorne an und ziehe diese mit einem Ruck heraus – fertig! Die Erfahrung zeigt aber, dass man über den Punkt „am Nacken festhalten“ gar nicht hinaus kommt, weil Katze schon wieder vorm Telefonbuch sitzt und faucht.

Andere Alltagsweisheiten wie „willst du Regen, wasch dein Auto oder putz die Fenster“ haben zwar Gültigkeit, aber beinhalten auch ein großes Dilemma. Man möchte ja schönes Wetter – also darf man beides nicht sauber machen. Allerdings will man blitzblanke Fenster und Autos, weil sie bei Sonnenschein besonders herrlich glänzen. Da bleibt dann die Qual der Wahl, welches Dilemma sinnvoller erscheint: sauber machen und Regen provozieren, der dann wiederum alles verschmutzt oder dreckig lassen, Sonne genießen und sich über die schmutzigen Fenster, Autos ärgern.

Mein Ratschlag für alle Fälle? Bettwäsche im Nacken festhalten, damit die Fenster putzen und südamerikanische Frösche mit Zecken füttern.

 

©kpneef/062015

Multitasking-Multichaoting

 

Unbestritten ist, dass Frauen Multitaskingfähig sind…und, dass die Erde eine Scheibe ist. Nun gut, Letzteres hat je selbst die katholische Kirche als falsch anerkannt, aber beim Thema „Multitasking“ sind noch keine gesicherten Erkenntnisse getroffen worden.

Meine kleine bescheidene Einsicht in das große Spiel des Lebens hat ergeben, dass Multitasking bei Frauen besser ausgeprägt ist, als bei Männern – allerdings meist in Verbindung mit Multichaoting. Ohne Namen zu nennen oder zu sehr unsere Privatsphäre ins Rennen zu schicken, muss ich meiner mir Angetrauten zugestehen, dass sie eine sehr ausgeprägte Fähigkeit hat, mehrere Dinge gleichzeitig anzugehen, durchzuführen und fast zeitgleich zu beenden.

Besonders im Haushalt kann sie Einkäufe verstauen, Mittagessen zubereiten (inklusive vorausschauend fürs Abendbrot), im Wohnzimmer bügeln, sich sonnen, Rätsel lösen, die Katze ver- und umsorgen, sowie telefonieren. Im Vergleich zu einer Testperson des männlichen Geschlechts (der Datenschutz verbietet mir die Namensnennung meiner Wenigkeit) im gleichen Haushalt, erledigt die Göttergattin mehr sinnvolle Aufgaben im gleichen Zeitraum.

Eine kleine Nebensächlichkeit trübt aber den Sieg des weiblichen Geschlechts in dieser Disziplin. Nämlich das entstandene Multichaos in mehreren Zimmern. So darf man(n) nach der Mittagsspeisung erst Mal eine halbe Stunde die Küche aufräumen, unzählige Töpfe und Pfannen, Teller und Gläser, Besteckteile und Messbehälter in die Spülmaschine einräumen (die zumeist noch mit gereinigtem Geschirr voll ist und dadurch zunächst entleert werden muss). Anschließend müssen diverse Zubereitungsrückstände in dreidimensionaler Arbeitsweise (manchmal kann Soße bis zur Decke spritzen und der Rest fällt sowieso dem Naturgesetz folgend nach unten) entfernt und die Arbeitsflächen zumindest gereinigt, wenn nicht sogar renoviert werden.

Während dieser Reinigungsprozedur klingelt gerne das Telefon, das dann natürlich nicht dort ist, wo es hingehört, sondern an irgendeinem Ort  in der Wohnung, dem sich die zauberhafte Mustergattin „eigentlich“ seit Tagen nicht genähert hat. „“Falsch verbunden oder ein Callcenter am anderen Ende der Leitung machen den Anruf zwar kurz, aber die am Hörer befindliche Salatsoße klebt nun an meinem Ohr.

Auf dem Rückweg in das Krisengebiet „Küche“ stolpert man(n) zwangsläufig über liegengebliebene Hausschuhe oder diverse Kinderspielzeuge (die im Übrigen auch von einem weiblichen Wesen sind).

Irgendwann ist das Katastropheneinzugsgebiet der Multitasking-Amazone gesäubert und man(n) ist immer wieder überrascht, wie schnell zwei Stunden vergehen können.

Wissenschaftlich kann man behaupten, Multitasking beherrschen Frauen besser! Ihr Gehirn kann mehrere Arbeitsgänge für einen gewissen Zeitraum gut koordinieren! Dadurch werden Arbeitsprozesse effektiver und zügiger erledigt! Frauen sind wundervolle Geschöpfe (kann ja sein, dass meine Frau oder weibliche Verwandte, Bekannte diesen Text auch lesen)!

Amateurwissenschaftlich kann man(n) jedoch auch behaupten, dass das dabei entstehende Chaos insgesamt mehr Zeit benötigt, als wenn man die ganzen Aufgaben in Ruhe (und ohne Hektik) nacheinander abarbeiten würde.

Fazit meiner Studie: Multitasking ist gut – aber nur in weiblichen Single-Haushalten.

 

©kpneef/0515

Terrassenzoo

Wir sind eine Terrassen-Familie. Was sich im Laufe der letzten zehn Jahre auch als sehr praktisch erwiesen hat, da unsere (mittlerweile achtjährige) Tochter viele Sonnentage im eigenen Garten verbringen konnte. Die Rasenfläche wurde mit jedem Jahr mehr zweckentfremdet und durch manches Kinderunterhaltungsmaterial in Mitleidenschaft gezogen. Erst der Sandkasten mit kleinem Häuschen für den Schatten im Sommer, dann diverse Anpflanzungsbeete und zuletzt kam ein Trampolin, dass einen Großteil der Wiese vereinnahmt. Doch dies alles ist noch im Rahmen – besonders wenn man die tierischen Mitbenutzer des Gartens in Augenschein nimmt.

Zu unserer kleinen Familie gehören zwei (kastrierte) Kater, die Freigänger sind und durch ihre naturbedingte Art Mäuse und manchmal auch Vögel als Dank an die zweibeinigen Dosenöffner anschleppen. Nun gut, diese Artgenossen sind dann meistens (?!) tot und werden entsorgt. Andere Tiere benutzen unseren Garten gerne als Transitstrecke (fremde Katzen von Nachbarn oder wildlebende Katzen, die Futter abstauben wollen), vor ein paar Jahren kam auch manchmal ein Golden Retriever vorbei, um sich Reste der Katzenspeisung zu sichern. Allerdings machten ihm unsere Katzen klar, dass es für seine noch narbenfreie Nase besser sei, sich woanders durchzufressen.

Im Herbst und Frühjahr unterhalten Meisen, Amseln, Amseln, Elstern und die Gemeine Grasmücke unsere Katzen, ebenso wie mehrere Eichhörnchen und Igel. Um meiner Tabaksucht zu frönen, gehe ich regelmäßig  auf Terrasse und sobald es dunkel ist, erkunde ich vorher das Terrain – um nicht auf einen Igel zu treten, andere Katzen zu erschrecken oder auf Mäuse- und Vogelleichen zu treten.

Neben diesen relativ großen Tieren, sind die kleinen sommerlichen Quälgeister (auch wenn sie nützlich sind) eine Plage für sich. Zwischen Terrassenrand und Wiese haben einige Ameisenvölker eine ansprechende Nestatmosphäre entdeckt und führen kontinuierlich Revierkämpfe mit den ebenfalls sich sehr heimisch fühlenden Ohrenkneifern. Im Hochsommer lassen uns öfters Drohnenähnliche Libellen zusammenzucken und Wespen in Starre versetzen (wussten Sie schon, dass Wespen sehr gerne Katzenfutter mögen, kleine Brocken rausknabbern und mit starkem Übergewicht davon schweben?).

Abhängig von der vielfältigen tierischen Fluktuation und der dauerhaften Anwesenheit unserer Kater im Garten, geht es oft sehr hektisch zu. Entweder jagen die beiden Kater sich gegenseitig oder andere Opfertiere oder rasen aus Angst vor den stärkeren wilden Katzen Richtung Wohnung oder springen wie Kängurus durchs Gras, um Mücken, Grashüpfer, Libellen, Blätter, Schneeflocken, etc. zu fangen. Relativ ruhig ist es eigentlich nur im tiefsten Winter – da kommt höchstens mal ein Eichhörnchen vorbei gehoppelt oder unsere vierbeinigen Jungs müssen mal schnell aufs öffentliche Katzenklo.

Bei aller Nerverei bin ich (als Großstadtkind) aber sehr froh, dass unsere Tochter direkt vor der eigenen Türe Igel, Eichhörnchen, Vögel und natürlich unsere Katzen erleben und erfahren darf. Hoch lebe das „Landleben“ und unser Terrassenzoo!

 

©kpneef/032015  

Katzenstory

Im Leben eines Menschen kommen manchmal merkwürdige Symbiosen zustande. Bei uns besteht eine solche Zweckgemeinschaft seit vielen Jahren in Kooperation mit diversen Katzen. Im Laufe der Zeit sind einige liebgewonnene Vierbeiner leider in den Katzenhimmel gekommen und sollen an dieser Stelle eine zumindest nachträglich kleine Würdigung erfahren. An erster Stelle steht Tiger – unsere „Stammkatze“, die nicht nur durch ihre Namensgebung so manches Täuschungsmanöver zu ihrem Vorteil ausgenutzt hat. Tiger war nämlich ein Weibchen, allerdings der Schrecken aller anderen freilaufenden Katzen in unserer Nachbarschaft.

Kein Kater war zu groß oder aufdringlich (wobei sich die Aufdringlichkeit in Grenzen hielt, da Tiger sterilisiert war) und keine Katze zu stark oder frech, als das sich Tiger nicht wie eine Rugby-Abwehrkette positioniert hätte. Andere, bei uns zwischenzeitlich lebende Katzen (Mäxle, Glory, Mausi) hatten das Glück, ein solches Kämpfertier an ihrer Seite zu wissen. So mancher Revierkampf zwischen Mäxle und anderen Katern regelte Tiger durch ihre Dominanz und ihren Mut.

Tiger war eine wunderschöne rötlich getigerte (daher auch der Name – oh, wie einfallsreich) Katze gewesen, die das stolze Alter (nachweislich) von rund 22 Jahren erreicht hat. Zum Schluss versagten immer mehr die Organe und wir überließen sie für ein noch schöneres Leben ihrem Schöpfer.

Seit drei Jahren haben wir nun Moritz (eigentlich Mohritz getauft, weil er so schwarz ist, aber nunmehr ohne „h“ im Namen aus fremdenfreundlichen Gründen), ein zunächst sehr scheuer und wildlebender Kater, der über zwei Jahre brauchte, um sich in unsere Wohnung zu trauen und die Menschen als ganz annehmbar einzustufen. Mittlerweile ist er der größte Schmuser und ein absolut pazifistischer, gutmütiger Kater.

Pazifistisch meint in diesem Zusammenhang, dass er Streit mit anderen Katern lieber aus dem Weg geht und flüchtet. Vorsichtig wäre das passendere Wort, aber seinem Gesamtcharakter nicht entsprechend.

Gutmütig bedeutet, dass er versehentliche Knuffe (unsere Tochter ist zwar tierlieb hoch drei, aber ab und an etwas „rustikal“ im Umgang mit den Katzen) oder Tritte auf den Schwanz (Katzen können sich ja so herrlich anschleichen und urplötzlich hinter einem hocken) verzeiht. Selbst ein einschneidender Tierarztbesuch zum Zwecke der Unterbindung der Vermehrung wurde seinerseits nicht langfristig nachgetragen.

Willi duldet unsere Anwesenheit in seinem Leben seit gut zwei Jahren und ist der Sprinter unter den Katzen. Sein europäisch-arabisches Erbgut hat ihm relativ lange Beine vermacht, wobei die Hinterbeine eine leichte X-Form bilden (bei Autos nennt man dies Sportfahrwerk). Neben Vogel- und Mausfang ist er ein begeisterter, ambitionierter Purzelbäumer und eine Fakirkatze. Gerne ruht sich Willi im Nähkorb aus ohne Rücksicht auf Nadeln und andere pieksende Gegenstände. Wahrscheinlich ist der Erbgutanteil aus arabischen Genen höher…Seine akrobatischen Übungen und Kunststücke werden im Verlauf der nächsten Wochen immer mal wieder Thema sein. Willi ist im Übrigen weiß, schwarz, grau gemustert und mit einer rosa Nase gesegnet.

Ich hoffe, Sie finden Gefallen an den Katzengeschichten – ob Katzenfreund oder –„hasser“. Leider gibt es nur diese zwei Sorten Menschen, was so ein Katzenleben häufig anstrengend, gefährlich oder stressig macht.

 

©kpneef/012015  

Willi und Moritz

Guten Tag! Mein Name ist Willi und ich bin ein echter Lastrami-Kater. Lastrami? Sie wissen nicht, was ein Lastrami ist?!!! Eine original, arabisch-europäische Kurzhaar-Sprintkatze – also eine LAndtSTRAßenMIschung.

Nun gut, manche behaupten, ich sehe eher wie eine gewöhnliche Feld- und Wiesenkatze aus, aber die individuelle Fellzeichnung schwarz, weiß, grau mit rosa Nase spricht ja wohl eindeutig für eine mehrfache Reinrassigkeit meinerseits.

Über den Punkt Kater lasse ich ja noch mit  mir diskutieren, da ich seit anderthalb Jahren – durch eine äußerst hinterhältige und gewalttätige  Maßnahme meiner zweibeinigen Dosenöffner nicht mehr zeugungsfähig bin (gerichtliche Schritte beim obersten Katzenrat sind eingeleitet). Aber diese Geschichte erzähle ich Ihnen in einem meiner nächsten Berichte über mein Leben mit Zweibeinern – und Moritz.

Moritz ist so ein Fall für sich. Ein schwarzer Kater, der schon vor meinem Einzug bei den Zweibeinern auf deren Terrasse ein mehr oder weniger anspruchsloses Stromerleben führte.

Er ist wahrscheinlich ein bis zwei Jahre älter als ich (darüber spricht Moritz nicht gerne – ein wenig eitel, der Gute) und erst durch mich zu einem Hauskater mutiert.

Dabei habe ich ihm bei unserem Treffen im Garten der Zweibeiner von meinem schweren Schicksalsschlag und der nicht mehr möglichen Nachwuchsproduktion erzählt. Aber neugierig wie manche Katzen nun mal sind, musste er ja sich in die Wohnung schleichen und Vertrauen aufbauen.

Tja und zwei Wochen später verabschiedete er sich auch von der Erfahrung, Vater zu werden. Wir haben uns über die Zeit und das gemeinsame Schicksal angefreundet und teilen Bett, Sofa, Spielzeug, Fressen und im Winter das Katzenklo. Außerdem lieben wir das Flanieren durch die Nachbarschaft, ärgern gerne den kleinen Kläffer (das ist so eine Art aufgeblasene Ratte mit Schleife im Haar und russischem Akzent) im angrenzenden Garten und verteidigen unser Mäuse- und Vogelparadies gegen streunende Kollegen.

Wobei Moritz eher den gemütlichen und ausgleichenden Part innehat – somit bei den Zweibeinern für entspannte Stimmung durch Schmusen und Kuscheln sorgt, wenn mal wieder etwas im Spiel zerstört wurde.

Ich hingegen bin mehr der temperamentvolle und organisatorische Typ. Ich sorge für Stimmung, Chaos und Fressen. Besonders Letzteres erfordert eine gewisse Reife und Erfahrung, sowie das Talent, zur rechten Zeit am rechten Ort zu sein. Anfangs kam ich manchmal ein wenig zu spät und bin gegen die geschlossene Terrassentür geschüsselt. Dies veranlasste die Dosenöffner dazu, mich auch ein Depperle zu nennen – zumal sie auf Grund meines einzigartigen Augenaufschlages (sie sagen, ich schiele) davon ausgehen, dass ich nicht so richtig sehen kann. Ich? Nicht richtig sehen?

Wer schleppt denn andauernd Vögel und Mäuse an? Auch wenn die Zweibeiner sie mit sehr wenig Freude annehmen und auf seltsame Weise zubereiten (in einer Plastiktüte, die dann auf einmal weg ist). Und um Vögel oder Mäuse zu fangen, muss man schon fit, schnell und seeeehend (!) sein. Wenn die Zweibeiner sich da auf Moritz verlassen müssten, wäre ihr Garten ein Riesen Tummelplatz für freche Mäuse und nervende Vögel. Der Begriff Phlegmatismus erfährt tagtäglich durch Moritz eine tiefere Bedeutung. Bis der seinen Hintern hoch bekommt, haben die Vögel vor seiner Schnauze Hochzeit gefeiert und das Büffet abgeräumt.

Allerdings haben mir Gespräche mit Moritz doch zu denken gegeben. Er meint, es sei nicht normal, dass man als gesunde Katze immer zwei Mäuse oder Vögel nebeneinander sieht, beide fängt, aber sich nur so satt fühlt, als ob es ein Beutetier gewesen wäre. Vielleicht sollte ich doch mal wegen meines „Silberblicks“ zum Arzt. Dabei habe ich allerdings Sorge, dass der mir wieder so ein kaltes Metallstück in den Popo steckt und anschließend behauptet, ich hätte keine Temperatur. Hallo? Wie soll ich denn ohne Temperatur existieren?!

Sorry, ich muss los – die Dosenöffner sind nach Hause gekommen und ich muss rechtzeitig (verhungert aussehend) vor der Terrassentür sitzen, kläglich mauzen und blitzschnell in die Küche flitzen, bevor Moritz die Lage peilt. Wir teilen zwar unser Fressen, aber wer zuerst kommt, bekommt die saftigsten Stücke.

Bis nächstes Mal und passt gut auf: Ärzte haben fiese Tricks drauf!

 

©kpneef/012015    

 

Kunstloses Brot

Neulich in der Bäckerei. Er wollte ein Brot kaufen. Ein normales Brot zum Vespern, auf das Wurst, Käse oder Marmelade kommt. Ein Brot, das es in seiner Wahrnehmung schon seit Jahrzehnten gibt und in seiner Kindheit ganz köstlich geschmeckt hatte. Vor dem Verkaufstresen kam ihm sein Ansinnen ein wenig utopisch vor. Die Brotsorten trugen keine Namen, sondern Titel. Es gab Sportler-, Jogging, König-Max- oder Nordic Walkingbrot, etc.  Helle Sorten aus dunklem Mehl, dunkle Brote aus hellem Mehl, etc. Mit Sonnenblumen, Walnüssen, Leinsamen, Hafer, etc. Rund, eckig, dreieckig, quadratisch. Aus Kartoffel-, Weizen-, Roggen- oder Dinkelmehl, mit Quark und ohne Kalorien. Den kreativen Rezepten und Namen standen die jeweiligen Preise nicht weniger fantasievoll nach. Demnächst gäbe es sicher bei einem Preisausschreiben als Hauptgewinn ein Brot, überlegte er. Aber wo war sein normales, aus Kinderzeiten geliebtes Brot? Es hatte einen runden Laib, war innen leicht grau und die Kruste war goldbraun. Auf die Frage der Bäckereifachverkäuferin, wie es denn geschmeckt hätte, sagte er: „Nach Brot und lecker.“ Daraufhin zeigte ihm die gute Frau ihr eigenes Vesperbrot und das war genau das richtige Brot. Ob er es hier kaufen könne, wollte der naive Mann wissen. „Tut mir leid, das backe ich daheim selbst“, antwortete die Backwaren-Fee.

©kpneef/122014

Sammler und Jäger

 Neulich im Keller. Unmengen Kartons, Kisten, Plastiksäcke mit Erinnerungen vergangener Zeiten, unnötiger Käufe und Sinn entleerter Geschenke. Der Mann, genetisch bedingt ein Sammler und Jäger ist in modernen Zeiten längst überholt worden von Frauen, die sich von nichts trennen können. Schließlich kommt ja alles wieder in Mode – nur eine Frage der Zeit. Dass diese Mode dann aber vielleicht nicht mehr zum Alter der Frau passt, ist ein anderes sensibles Thema. Wie gut, dass es Kinder gibt, die dann mit Begeisterung (so Mutters Wunschgedanke) die „ollen Klamotten“ auftragen. Oder sich freuen, dass sie Mamas Kinderspielzeug benutzen dürfen und freiwillig auf die Playstation verzichten. Der Mann hortet ja nur Wichtiges, wie altes Werkzeug und Ersatzteile für technisches Gerät. Schließlich „könnte“ ja mal ein historisches Schnäppchen gemacht werden, wo das entscheidende defekte Bauteil selig im Keller schlummernd auf seine Reaktivierung wartet. Wenn dann doch alle Kellerräume überquellen, gibt es ja noch Sperrmüll und Flohmärkte!

Mobile Flohmärkte

 Neulich im Verkehrsfunk. Die Ansagerin zählte neben den üblichen, lästigen Staus auch noch die Gründe für die Verkehrsbehinderungen auf. Ein Stau wurde durch eine verlorene Badewanne, ein anderer durch verlorene Stühle hervorgerufen, die die Fahrspuren blockierten. Das Schuhe rumliegen, ist schon normal. Mal abgesehen von den Umständen, wie man so etwas überhaupt verlieren kann, ergibt sich daraus eine findige Idee. Man sollte an verkehrsreichen Tagen mit einem leeren Transporter die Autobahnen abfahren und die diversen liegengebliebene Ladungsgegenstände einsammeln. Da bekommt man mit der Zeit eine ganze Wohnungseinrichtung zusammen. Empfehlen kann man besonders Termine, an denen klassischerweise Umzüge anstehen. Monatsanfang oder -mitte bieten die größten Chancen, relativ kostengünstig an Einrichtungsgegenstände zu kommen. Aber auch viele andere interessante Dinge können gefunden werden – von Werkzeug bis hin zu Kiesladungen...der Garten oder die Zufahrt könnten auch mal eine Neugestaltung vertragen.

Wenn Narren älter werden

Als Rheinländer (zumal damals noch mit echtem Rheinwasser getauft) bekommt man quasi von Zeugung an, das Narren-Gen mit auf den Lebensweg. So wird man zwangsläufig in der Karnevalshochzeit (Altweiberdonnerstag bis Veilchendienstag) ab dem Kindergartenalter kostümiert und vom Ernst des Lebens ferngehalten.

Mit den Jahren und zunehmender jugendlicher bzw. jungmännlicher Unreife gerät das Kostüm etwas aus der Mode, dafür steigt der alkoholbedingte Frohsinn und die Ausgelassenheit während der fünf „dollen Tage“. Am Rosenmontag läuft – außer den Nasen- nichts im Rheinland. Zumindest in den Hochburgen Mainz, Köln und Düsseldorf. Wer nicht rechtzeitig Lebensmittel und Getränke gehortet hat, hat ein kleines Problem. Allerdings nehmen die meisten Düsseldorfer (ich kann jetzt nur von meiner Heimatstadt sprechen) in dieser Zeit sowieso fast ausschließlich Flüssignahrung zu sich (Karnevalswasser, auch Altbier genannt).

Die musikalische Untermalung an diesen fünf Tagen besteht ausnahmslos aus Schunkel- und Stimmungsliedern, deren textlicher Inhalt den aktuellen Zustand und das Niveau der meisten Narren an Karneval garantiert nicht geistig überfordert.

Da ich nun schon einige Jahre auch den schwäbischen, kleinstädtischen Fasching erleben durfte, kann ich einen großen Nach-Faschingszeit-Unterschied feststellen:

Während sich im Rheinland kaum einer an Details der Feiertage erinnert und entsprechend leger mit kurzfristig und kurzzeitig eingegangenen „Liebesbeziehungen“ umgegangen wird, ist der südwestdeutsche Narr eher einige Zeit befangen und vorsichtig gegenüber dem anderen Geschlecht. Zwar fehlt hier auch einigen Narren und Närrinnen ein Teil ihres Erinnerungsvermögens, aber das von Haus stärker ausgeprägte schlechte Gewissen lässt Schlimmes ahnen. Da wird auch mal dezent nachgefragt, ob man sich eventuell etwas näher gekommen ist…

Im Rheinland setzt das der richtige Karnevalsteilnehmer als möglich voraus und macht sich keine großen Gedanken darüber. So ist die Geburtenziffer im Herbst immer ein wenig höher, als im restlichen Verlauf des Jahres – et kütt, wie et kütt (es kommt, wie es kommt).

Die rheinische Jugendzeit ist lange vorbei und mittlerweile sieht die Faschingszeit bei mir so aus: Mittags Kind schminken (und Kind schminkt mich), ab ins Auto zu einem großen Umzug, zwei Stunden lang die Füße abfrieren, für Zugereiste unaussprechliche Narrenrufe grölen, Bonbons fangen und einsammeln, Kind vor Hexen schützen, die eigene Mütze wieder einem Umzugsteilnehmer abjagen, zum Schluss durchgefroren nach Hause fahren, Bonbon-Beute auswerten, abschminken und die heimelige Wärme genießen.

So ändert sich im Laufe des Lebens vieler Narren die Wahrnehmung der Faschings- oder Karnevalszeit.

Was mich am meisten verwundert ist, dass gerade in der katholischen Hochburg mit Sitz des Erzbischofs und zu Füßen des berühmten Kölner Doms der rheinische Karneval seine ungezügelteste und fröhlichste Seite feiert – direkt unter den Augen des Klerus und teilweise mit aktiver Unterstützung vieler (selbst hochrangiger) Geistlicher. In diesem Sinne Narri Narro, Helau, Alaaf und so weiter – bald hat die Ernsthaftigkeit uns ja wieder.

 

©kpneef/022015

Vorsicht Spielplatz-Lebensgefahr

Vorsicht Spielplatz – Lebensgefahr!

Heute möchte ich ganz unironisch auf ein Problem aufmerksam machen, das viele Bürger betrifft – zumindest wenn sie direkt oder indirekt mit Kindern zu tun haben.

Als Vater einer achtjährigen Tochter habe ich schon so einige Tage auf den diversen Spielplätzen unserer Stadt verbracht. Für eine relativ kleine Stadt haben wir zahlenmäßig viele und vom Ansatz her auch schöne Spielplätze.

Nehmen wir nur den ruhig gelegenen und sehr großzügig bemessenen CVJM-Spielplatz. Dort können die Kinder toben, Natur erleben und sich in verschiedenen Kletter-, Balance- oder Schaukeldisziplinen üben. Einzig fehlt meiner Ansicht nach ein großer Sandkasten für die ganz Kleinen und Kleinen.

Ein schöner Familienspielplatz mit viel Freiraum auch für kleine Picknicks – wenn da nicht zerschlagene Flaschen und Müll den Spielspaß verderben würden. Wie auf einigen Plätzen, so machen sich es in den Sommermonaten abends dort gerne Jugendliche gemütlich. Allerdings verstehen manche unter Gemütlichkeit, dass sinnlose Wegwerfen von Flaschen und Müll. Die Gefahr, dass Kinder sich dort verletzen können ist groß. Der Grund sind viele Scherben und Splitter, die nicht auf Anhieb zu erkennen sind und zum Teil auch am Ende der Rutsche im Sand liegen.

Diese Problematik ist aber noch gewaltiger auf unserem modernen Spielplatz an der Parksiedlung. Die Sitzgelegenheiten mit Tischen können nur in Sicherheitskleidung benutzt werden, da dort überall Glasscherben und Müll herum liegen. Ursache ist auch hier, dass sich abends gerne Jugendliche zu lautstarken und ausufernden „Partys“ treffen.

Auch hinter der Beutenlay-Halle knallen die Korken knallen und klirren die Flaschen. Neben den verunstalteten Spielplätzen ist leider auch der Tartanplatz hinter der Sporthalle ein beliebter und stark frequentierter Treffpunkt. Ebenfalls ein schön gelegener Platz, der nur selten oder gar nicht mehr von den Vereinen und den Schulen genutzt wird. Warum? Zum einen bestimmt, weil die Stadt nicht die nötigen Mittel hat, um den Platz wieder alltagstauglich zu machen, aber auch, weil dort regelmäßig Vandalen ihr Unwesen treiben und den Platz (inklusive Umgebung) beschädigen oder zumüllen.

Selbsthilfe im Kleinen, wie die Spielplätze vor der Freiluftsaison gründlich zu begehen, zu reinigen und auf Vordermann zu bringen, ist eine Maßnahme. Diese bedarf dann aber auch regelmäßiger freiwilliger Kontrollen, um nachkommende Scherben- und Müllhaufen rechtzeitig vor den spielfreudigen Kindern zu beseitigen. Eine große Hilfe wäre, den frustrierten Jugendlichen sinnvolle Alternativen zum Komasaufen und Randalieren anzubieten – hier sehe ich deren Eltern, die Stadt und alle Bürger mit Verantwortungsbewusstsein in der Pflicht. Für ein gepflegtes Münsingen und sichere Spielzonen unserer Kinder.

Vielleicht findet sich ja auf diesem Wege ein unerschrockenes Team, das abwechselnd bereit ist, sich um die Sauberkeit auf unseren Spielplätzen zu kümmern.

Wer Zeit hat und Engagement aufbringen kann, sich mit anderen um die Pflege der Spielplätze zu kümmern, darf sich gerne an mich wenden.

Klaus-Peter Neef / albbotedontospamme@gowaway.gmail.com / 0160-92384421