Teena ist eine junge Frau aus Pakistan. Sie ist Christin und wurde gezwungen, einen Muslim zu heiraten. Seit ihr die Flucht aus dieser Zwangsehe gelungen ist, führt sie ein Leben im Untergrund. Dies ist ihre Geschichte:

Seit vielen Jahren war Teena mit dem muslimischen Nachbarsmädchen Sobia befreundet. Die beiden verbrachten viel Zeit zusammen beim Zeichnen. Nach ihrer Ausbildung unterrichtete Teena als Zeichenlehrerin an einer Schule. Als sie wieder einmal zu Besuch bei Sobia war, hielten deren Familienmitglieder ihr ein Blatt vor und fragten, ob sie den Text darauf verstehe. Sie solle doch einmal versuchen, ihn zu lesen, drängten sie. Dieser Text war das islamische Glaubensbekenntnis. Teena dachte sich nichts dabei und las ihn, denn auch in der Schule wurden solche Texte häufig gelesen. Niemand wäre auf die Idee gekommen, jemanden deshalb zum Muslim zu erklären. Aber genau dies geschah mit Teena. (Symbolfoto: Open Doors)

Getäuscht und gefangen

Kurze Zeit nachdem Teena den Text vorgelesen hatte, tauchte ihre Schwester auf und sagte: "Vater ruft nach dir. Komm nach Hause." Doch die muslimische Familie entgegnete der Schwester: "Teena kann nicht mehr bei euch leben. Sie hat gerade den Islam angenommen." Bei diesen Worten von Sobias Mutter fiel Teena aus allen Wolken, da sie nichts dergleichen wissentlich getan hatte. Inzwischen verkündete der Imam bereits über Lautsprecher, Teena sei im Traum nach Mekka gereist und nun konvertiert. Ihr Vater versuchte noch, die Polizei einzuschalten, um seine Tochter nach Hause zu holen. Aber die Polizisten erwiderten: "Eine Muslima kann nicht in einem christlichen Haushalt leben." Angesichts der Drohung, ihr Vater und ihre Geschwister würden sonst getötet, bekundete Teena schließlich schriftlich, von nun an eine Muslima zu sein. Gegen ihren Willen wurde sie daraufhin mit einem Muslim verheiratet. Ihre Lehrerkolleginnen freuten sich sehr darüber, dass nun auch Teena, "den rechten Weg gefunden" hatte.

Drohung mit Blasphemie

Immer, wenn Teena aus diesem aufgezwungenen Leben ausbrechen wollte, machte man ihr deutlich: "Wir werden dich finden und töten! Und wenn du gehst, klagen wir deinen Vater wegen Beleidigung des Islam an!" In diesem Fall würde ihr Vater für Jahre ins Gefängnis kommen und müsste anschließend unerkannt an einem anderen Ort eine neue Existenz aufbauen, falls er die Haftzeit überhaupt überlebte. Teenas Vater war zum Schutz der übrigen Familie gezwungen, öffentlich zu erklären: "Sie ist nicht mehr meine Tochter, sie lebt jetzt bei Muslimen."

Eines Tages gelang Teena die Flucht von ihrem Ehemann, doch dafür wurde ihr Vater verhaftet. Während der Verhöre wiederholte er seine Aussage. Teena war inzwischen in einem Frauenhaus untergekommen. Nach Hause kann sie nicht mehr zurück; dort würde Sobias Clan sie sofort entdecken. Ihren christlichen Glauben hat sie nie aufgegeben.

Bitte beten Sie für die Frauen in vielen Ländern, dass sie inmitten schwerer Zeiten und Verfolgung Kraft und Zuversicht durch ihren Glauben erhalten.

Quelle: opendoors.de