Weihnachten im Kinderheim Karai

Weihnachten im Kinderheim Karai

 

Weihnachten ist in Kenia kein so großes Fest wie bei uns. Zwar gehört der größte Teil der Bevölkerung einer christlichen Kirche an, aber die meisten Familien sind so arm, dass es wichtiger ist, genug zum Essen zu haben als persönliche Geschenke zu machen.

Die Kinder von Karai haben es da besser: Sie bekommen ein kleines Weihnachtsgeschenk - meist ein neues Kleidungsstück - und ein paar Süßigkeiten. Allerdings schon Ende November, denn da gehen fast alle über die Ferien zu Familienangehörigen und Verwandten. Im Heim bleiben nur ein paar wenige zurück, deren Familien unbekannt sind oder die Lebensverhältnisse unzumutbar.

Meist nehmen Angestellte des Projektes diese Kinder für einige Zeit mit zu sich nach Hause.

Vor dem Aufbruch in die Weihnachtsferien gibt es eine große "Kinderparty" im Heim. Im Speisesaal steht dann zwar kein Christbaum, aber Girlanden und Blumen verbreiten eine festliche Stimmung.

Es wird gut gegessen, viel gesungen und auch getanzt. Wer immer einen Song oder auch ein Gebet vortragen möchte, kann das tun und erhält herzlichen Beifall. Für die Freiwilligen Helfer aus Deutschland, die in Karai gerade ein Praktikum machen, ist diese Form der Weihnachtsfeier natürlich etwas gewöhnungsbedürftig. Aber sie geben sich immer alle Mühe, wenigstens ein kleines bisschen deutsche Weihnachtsstimmung aufkommen zu lassen. Und das im kurzärmeligen T-Shirt bei sommerlicher Temperaturen draußen. 

Gisela Keller

 

www.keniahilfe-schwaebische-alb.de

 

 

Bild 1: Vor der Abreise in die Ferien wird gewaschen

 

Bild 2: Weihnachtsferien für die Heimkinder mit Samira Benz aus Münsingen und Praktikantin Joyce.